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Fünftes Baby im Basler Babyfenster abgegeben
Fünftes Neugeborenes ins Babyfenster gelegt. Mutter hinterlässt einen berührenden Brief.
Basel / 18. Mai 2026. Am Montagnachmittag, um 14:15 Uhr, hat eine verzweifelte Mutter ihr kleines, gesundes und lebhaftes neugeborenes Mädchen ins Babyfenster am Bethesda Spital gelegt und einen berührenden Brief hinterlassen. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Basel-Stadt wurde umgehend benachrichtigt. Alle am Babyfenster beteiligten Institutionen legen grossen Wert auf den Schutz der Privatsphäre von Mutter und Kind.
Im anonymen Brief schrieb die Mutter, dass niemand von der Schwangerschaft gewusst habe, dass sie keine Unterstützung, keine Hilfe erhalten und sich vollkommen überfordert und ohne Ausweg gefühlt habe. Sie habe ihr Kind nicht abgegeben, weil es ungeliebt sei, sondern weil sie in ihrer Verzweiflung dachte, ihr Baby könne auf diesem Weg vielleicht Sicherheit, Stabilität und eine bessere Zukunft bekommen. Am Ende des sehr berührenden Briefes dankte sie den Betreibern des Babyfensters, dass sie sich um ihr Baby kümmern.
Mit dem Babyfenster erhalten Mütter in extremen Notsituationen die Möglichkeit, ihr Kind anonym in sichere medizinische Obhut zu übergeben. Damit sollen Kindsaussetzungen und Kindstötungen verhindert werden, wie sie in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen sind. Das Babyfenster in Basel wurde vom Bethesda Spital und der gemeinnützigen Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) eingerichtet.
Die Mutter und der Vater des Kindes haben das Recht, bis zum Vollzug der Adoption das Kind zurückzufordern (mindestens zwölf Monate lang). Das Kind wird der Mutter oder dem Vater zurückgegeben, sofern die Mutter- oder Vaterschaft zweifelsfrei festgestellt werden kann und die Voraussetzungen für eine Aufnahme des Kindes gegeben sind.
Weitere Informationen über Babyfenster:
Dominik Müggler, Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind, Postfach, 4142 Münchenstein,
Tel. 061 703 77 70, info@babyfenster.ch